Zum Inhalt springen
Rechtliches

Datenschutzerklärung

Was wir speichern, wie lange, und was wir bewusst nie erfassen.

Entwurfsfassung. Dieser Text ist inhaltlich vorbereitet und wartet auf die Freigabe der Betreiberin. Er ist noch nicht rechtsverbindlich.

Grundsatz

Dieser Dienst bearbeitet zwei der heikelsten Angaben, die eine Person hat: ihre E-Mail-Adresse und Hinweise auf ihre Passwörter. Wir richten den Dienst deshalb so ein, dass er so wenig wie möglich weiss und so kurz wie möglich behält.

Diese Erklärung beschreibt, was tatsächlich passiert. Sie ist aus der technischen Spezifikation des Systems geschrieben und wird mit ihr zusammen geändert.

Verantwortliche

Firma
Innovation care AG
Adresse
Höhenweg 7
Ort
8834 Schindellegi
UID
CHE-303.169.039

Woher die Daten stammen

Weitere Quellen gibt es nicht. Wir kaufen keine Adresslisten, reichern nichts an und beschaffen keine Daten über Sie bei Dritten.

  • Von Ihnen: die Adresse, die Sie prüfen, und bei einem Abonnement Ihre Mobilnummer und das gewählte Paket.
  • Vom Betreiber der Datenleckdatenbank: die Angabe, ob eine Adresse in bekannt gewordenen Lecks vorkommt und welche Datenarten dort betroffen waren. Diesen Bestand führen wir nicht selbst und können ihn nicht verändern.
  • Vom Zahlungsdienstleister: der Status einer Zahlung. Kartendaten erreichen uns nicht.

Die kostenlose Prüfung

Wenn Sie eine E-Mail-Adresse prüfen, wird diese an unseren Server übermittelt, dort normalisiert und gegen bekannte Datenlecks abgeglichen. Wir legen dabei keinen Datensatz an, der die Anfrage einer Person zuordnet.

Das Ergebnis wird für wenige Stunden zwischengespeichert, damit ein Ansturm auf dieselbe Adresse nicht jedes Mal eine externe Abfrage auslöst. Der Schlüssel dieses Zwischenspeichers ist ein mit einem geheimen Wert gesalzener Hash der Adresse, nicht die Adresse selbst: Aus dem Bestand lässt sich keine Liste der geprüften Adressen gewinnen.

Zurückgemeldet wird eine Stufe, nicht der Inhalt eines Lecks. Für die Prüfung ist keine Registrierung nötig, und es wird kein Konto angelegt.

Wenn Sie die Adresse einer anderen Person prüfen

Das Eingabefeld nimmt jede Adresse entgegen, auch eine, die Ihnen nicht gehört. Mit dem Absenden bestätigen Sie, dass Sie dazu befugt sind.

Mit einer fremden Adresse geschieht genau dasselbe wie mit Ihrer eigenen: eine einzelne Abfrage, kein personenbezogener Datensatz, kein Inhalt aus einem Leck, keine Weitergabe des Ergebnisses. Wer die Adresse eingegeben hat, halten wir nirgends fest.

Die betroffene Person können wir über eine solche Abfrage nicht einzeln informieren: Wir wüssten dazu weder, wer sie ist, noch könnten wir es feststellen, ohne genau den Datensatz anzulegen, den wir bewusst nicht führen. Das Gesetz sieht diesen Fall vor und lässt die Information entfallen, wo sie unmöglich oder unverhältnismässig ist.

Wer vermutet, seine Adresse sei hier geprüft worden, kann sich an uns wenden. Wir werden antworten, dass wir dazu nichts halten – und das ist keine Ausweichantwort, sondern die vollständige.

Warum wir das dürfen

Eine Abfrage betrifft Personendaten, und das Schweizer Datenschutzgesetz verlangt dafür eine Rechtfertigung, wenn sie die Persönlichkeit der betroffenen Person berühren könnte.

Unsere Rechtfertigung ist das überwiegende Interesse der betroffenen Person selbst, von ihrer eigenen Betroffenheit zu erfahren, zusammen mit der Zurückhaltung des Eingriffs: eine einzelne Abfrage auf Veranlassung der eingebenden Person, kein gespeicherter Datensatz, kein angezeigter Inhalt aus dem Leck, keine Weitergabe an Dritte, keine Profilbildung, kein Datenhandel.

Aus demselben Grund ist die fortlaufende Überwachung – anders als die einmalige Prüfung – nur möglich, nachdem die Inhaberin oder der Inhaber der Adresse sie selbst bestätigt hat. Eine Adresse dauerhaft beobachten zu lassen, die einem nicht gehört, geht nicht.

Die Passwortprüfung

Die Prüfung eines Passworts findet in Ihrem Browser statt. Ihr Passwort verlässt Ihr Gerät nicht, und es erreicht weder unseren Server noch einen Dritten.

Übermittelt werden ausschliesslich die ersten fünf Zeichen seines Prüfwerts. Diese fünf Zeichen bezeichnen einen Bereich von vielen tausend möglichen Passwörtern, lassen sich keiner Person zuordnen und gehen an den Betreiber der Passwortdatenbank im Ausland, siehe «Wo die Daten liegen». Der eigentliche Abgleich erfolgt danach lokal auf Ihrem Gerät.

Wir speichern Passwörter in keiner Form: weder im Klartext, noch als Hash, noch verkürzt. Wir zeigen auch nie ein Passwort oder einen Teil davon an – weder Ihres noch das einer anderen Person. Das ist eine Zusage, nicht bloss eine Eigenschaft der heutigen Umsetzung.

Was wir bei einem Abonnement speichern

Ein Abonnement lässt sich ohne diese Angaben nicht erbringen. Jede einzelne hat einen Zweck:

AngabeZweck
Überwachte E-Mail-AdresseGegenstand der Überwachung und, je nach Paket, Zustellung des Alarms
MobilnummerZustellung der Alarm-SMS
Status und Paket des AbonnementsAbrechnung und Berechtigung
Referenz des ZahlungsdienstleistersWiederkehrende Abrechnung
Zeitpunkt Ihrer BestätigungNachweis Ihrer Einwilligung
Protokoll versendeter AlarmeNachvollziehbarkeit und Kostenkontrolle

Was wir bewusst nie speichern

  • Passwörter, in keiner Form – weder im Klartext, noch als Hash, noch verkürzt.
  • Anfragen der kostenlosen Prüfung in einer Form, die sie einer Person zuordnet.
  • Kartendaten oder Zahlungsmittel – diese bleiben beim Zahlungsdienstleister.
  • IP-Adressen über das hinaus, was die Missbrauchsbremse für kurze Zeit im Arbeitsspeicher benötigt.

Aufbewahrung

  • Zwischengespeicherte Prüfergebnisse: sechs Stunden, unter einem gesalzenen Hash.
  • Zähler der Missbrauchsbremse: flüchtig, im Arbeitsspeicher, sie überleben einen Neustart nicht.
  • Abonnementsdaten: für die Dauer des Abonnements. Mit dessen Ende wird gelöscht, was nicht aufbewahrt werden muss.
  • Buchhaltungsrelevante Angaben: zehn Jahre, weil das Gesetz diese Frist für Geschäftsunterlagen vorschreibt.
  • Alarmprotokoll: zwölf Monate, ausreichend für Support und Kostenprüfung.

Weitergabe an Dritte

Wir verkaufen keine Daten und betreiben keine Werbenetzwerke. Weitergegeben wird nur, was zur Erbringung des Dienstes nötig ist, und nur an die dafür beauftragten Dienstleister:

  • Den Betreiber der Datenleckdatenbank, für den Abgleich einer geprüften Adresse und für die Passwortprüfung.
  • Den SMS-Anbieter, für die Zustellung eines Alarms an Ihre Mobilnummer.
  • Den Betreiber des E-Mail-Relays, über das unsere Nachrichten versendet werden – Bestätigungen, Bestellbelege und, je nach Paket, Alarme an eine überwachte Adresse.
  • Den Zahlungsdienstleister Payrexx, für die Abwicklung der Zahlung. Kartendaten werden dort erfasst und erreichen uns nicht.
  • Den Hosting-Anbieter, auf dessen Schweizer Infrastruktur die Anwendung läuft.

Wo die Daten liegen

Die Anwendung, ihre Datenbank und die Sicherungskopien laufen auf Schweizer Infrastruktur. Zwei Bearbeitungen verlassen die Schweiz:

  • Der Abgleich einer Adresse und die Passwortprüfung. Der Betreiber der Datenleckdatenbank hat seinen Sitz in Australien und betreibt seine Infrastruktur in den Vereinigten Staaten. Übermittelt wird die zu prüfende Adresse beziehungsweise die ersten fünf Zeichen eines Prüfwerts, nie ein Passwort.
  • Die Zustellung der Alarm-SMS. Der SMS-Anbieter ist noch nicht bestimmt; sein Sitzstaat wird an dieser Stelle genannt, bevor das Abonnement startet.

Datensicherheit

Die wirksamste Massnahme ist, gar nicht erst zu erheben: Der grösste Teil dessen, was hier schützenswert wäre, entsteht nie. Was darüber hinaus nötig ist, sichern wir mit angemessenen technischen und organisatorischen Massnahmen.

Die Übertragung erfolgt ausschliesslich verschlüsselt. Der Zugriff auf die Anwendung und ihre Datenbank ist auf die Personen beschränkt, die ihn für den Betrieb benötigen. Kartendaten erreichen uns nicht, und Passwörter existieren bei uns nicht.

Cookies, Analyse und Server-Protokolle

Wir setzen keine Tracking-Cookies und binden keine Analysedienste, Werbenetzwerke oder externen Schriftarten ein. Die verwendete Schrift wird von unserem eigenen Server ausgeliefert, damit kein Dritter Ihre IP-Adresse sieht. Ein Inhaltsauslieferungsnetz setzen wir nicht ein; die Seite kommt direkt von unserem Server.

Was für den Betrieb der Seite auf Ihrem Gerät abgelegt wird, können Sie in Ihrem Browser jederzeit ablehnen oder löschen. Ein Einwilligungsbanner gibt es nicht, weil es nichts gibt, wofür wir eine Einwilligung bräuchten.

Wir führen kein Zugriffsprotokoll, das einzelne Aufrufe einer Person zuordnet. Erhoben werden ausschliesslich aggregierte Zähler ohne Personenbezug, etwa wie viele Prüfungen aus dem Zwischenspeicher beantwortet wurden.

Wenn es uns selbst trifft

Kommt es trotz dieser Vorkehrungen zu einer Verletzung der Datensicherheit, melden wir sie dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten so rasch als möglich, sobald sie voraussichtlich ein hohes Risiko für die betroffenen Personen mit sich bringt. Betroffene informieren wir, soweit es zu ihrem Schutz erforderlich ist oder die Behörde es verlangt.

Ein Dienst, der vor fremden Datenlecks warnt, schuldet diese Auskunft in eigener Sache zuerst.

Ihre Rechte

Sie haben gegenüber der oben genannten Betreiberin folgende Rechte:

  • Auskunft darüber, ob wir Daten über Sie bearbeiten, und welche. Die Auskunft ist kostenlos und wird in der Regel innerhalb von 30 Tagen erteilt; sie umfasst auch die Herkunft der Daten und die Empfänger.
  • Berichtigung unrichtiger Daten, Löschung, sowie das Verbot einer bestimmten Bearbeitung. Lässt sich weder die Richtigkeit noch die Unrichtigkeit feststellen, können Sie einen Bestreitungsvermerk verlangen.
  • Herausgabe oder Übertragung der Daten, die Sie uns für das Abonnement gegeben haben, in einem gängigen elektronischen Format.
  • Widerruf einer erteilten Einwilligung mit Wirkung für die Zukunft, jederzeit und ohne Begründung.

Auskunft zur kostenlosen Prüfung

Auch zur kostenlosen Prüfung können Sie ein Auskunftsbegehren stellen, und wir beantworten es. Das Recht besteht unabhängig davon, ob etwas gespeichert ist.

Die Antwort wird lauten, dass wir zu Ihrer Person nichts halten, was sich einer Anfrage zuordnen liesse. Das ist der Zweck der Konstruktion und nicht ihr Nebeneffekt.

Ein Eintrag in der zugrunde liegenden Datenleckdatenbank lässt sich über uns nicht entfernen, weil wir diese Datenbank weder führen noch verändern können. Der Betreiber der Datenbank sieht dafür ein eigenes Verfahren vor; auf Anfrage nennen wir Ihnen den Weg dorthin.

Sind Sie mit unserer Bearbeitung nicht einverstanden, können Sie den Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten informieren. Er eröffnet eine Untersuchung von Amtes wegen oder auf Anzeige hin und teilt Ihnen mit, was daraus geworden ist.

Änderungen

Diese Erklärung wird angepasst, wenn sich der Dienst ändert. Massgebend ist die jeweils hier veröffentlichte Fassung.

Fassung Juli 2026.